Ich lebe noch.


Wie beginnt man einen Blogbeitrag, wenn man seit so langer Zeit nichts mehr geschrieben hat?

Ich dachte an Dumbledores Frage an Snape: “After all this time?”

Ich dachte an Irene Adlers SMS an Sherlock: “I’m not dead. Let’s have dinner.”

Ich dachte auch an As Nachricht an die Liars: “I’m still here, bitches. And I know everything.”

Dann dachte ich, dass die ersten beiden Varianten ziemlich pathetisch wären, letztere eher gruselig und ich vielleicht in zu vielen Fandoms bin.

Aber wie fange ich denn nun an? Mit einer Entschuldigung? Mit einer Erklärung? Indem ich mich bedanke? Ich versuche es mit einer Mischung aus allem. Zunächst einmal bin ich euch ein ganz großes Danke schuldig. Danke, dass ihr den Blog nicht aufgegeben habt. Danke, dass ihr mir immer noch folgt. Danke, dass ihr hier immer noch lest. Danke, dass ihr so geduldig mit mir seid. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir die Blogstatistik angesehen habe. Es ist der Wahnsinn, wie oft mein Blog in den letzten Monaten aufgerufen wurde und ich bin euch so dankbar dafür. Proportional zu den Aufrufen nahm aber auch mein schlechtes Gewissen zu: „Ich sollte mal wieder…“, „Ich müsste mal wieder…“, „Jetzt wird es aber wirklich mal Zeit…“

Was soll ich sagen? Es tut mir leid. Ich kam einfach nicht zum Bloggen. Zumal ich so eine „Ganz-oder-gar-nicht“-Mentalität habe. Wenn ich etwas tue, dann möchte ich es richtig machen. Beim Bloggen heißt das für mich: Wenn ich blogge, dann möchte ich es mit einer gewissen Regelmäßigkeit tun und dafür hatte ich im letzten Jahr leider einfach keine Zeit. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich in meinem Leben eine ganze Menge getan. Ich habe freiberuflich gearbeitet, ich wurde operiert, ich bin von meinem Studienort weggezogen, ich habe ein sehr interessantes und lehrreiches Praktikum gemacht, das zwei Monate dauerte, ich habe mich besser kennengelernt, ich habe angefangen eine weitere Fremdsprache zu lernen, ich habe mich um Stellen in meiner Traumbranche beworben und eine Zusage bekommen, ich bin noch ein zweites Mal umgezogen, um die Stelle antreten zu können und noch so einiges mehr, was hier allerdings zu weit führen würde. Das Jahr ist an mir vorbeigerauscht und doch habe ich viele prägende Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen, die ich sehr zu schätzen weiß und keinesfalls missen möchte.

Ich gehe davon aus, dass ich auch in Zukunft nicht so oft posten kann, wie ich es früher gemacht habe, aber ich möchte versuchen, es wieder regelmäßiger zu tun. Ich nehme mir vor, ein bis zwei Beiträge im Monat zu schreiben und hoffe, dass ihr mir meine Treulosigkeit im letzten Jahr nachseht. Ich jedenfalls freue mich wieder sehr auf den Austausch mit euch!

Liebe Grüße

Eure Michaela

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2 Kommentare zu “Ich lebe noch.

  1. Vielen Dank, liebe Amara! Leider habe ich es wieder nicht geschafft, mich daran zu halten, ein- oder zweimal im Monat zu posten, wie ich es mir vorgenommen hatte. Dafür hat der neue Job mich einfach viel zu sehr im Griff. Und nun stehen schon wieder Umzüge und Veränderungen an. Wie du sagst: Oft kommt einem einfach das Leben dazwischen. Aber irgendwann wird es hier auch etwas ruhiger zugehen, hoffe ich. 😉
    Herzlichen Grüße,
    Michaela

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