Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues…


~ Noch 12 Tage bis zur Hochzeit ~

„Something old, something new, something borrowed, something blue and a sixpence in her shoe.“

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues und ein Pfennig in ihrem Schuh. Von dieser Tradition und ihrer Bedeutung dürfte fast jeder schon mal etwas gehört haben.

Das Alte ist meist ein Gegenstand aus der Familie der Braut und soll symbolisieren, dass die Verbindung der Braut zu ihrer Herkunftsfamilie bestehen bleibt. Bei mir ist es ein Strumpfband, das meine Mama von ihrer Schwägerin zur Silberhochzeit geschenkt bekommen hat.

Schleier

Altes Strumpfband von meiner Mama

Das Neue steht für die neue Familie, die gegründet wird, den dazugehörigen Optimismus, die Hoffnung und das Glück, das die Zukunft bringen soll. Neu ist natürlich mein Brautkleid. Aber auch meine Handtasche, die ich selbst geschmückt habe, die Schuhe, die ein in meiner Hochzeitsfarbe individualisierter Schuhclip von Perle-Wismer auf DaWanda ziert und mein Brautschmuck.

Brautschuhe

Meine Brautschuhe

Die Schuhe und die Handtasche passen ganz toll zu unseren Hochzeitsfarben. Die mintfarbenen Schuhe und den fliederfarbenen Clip finde ich richtig klasse. Ich wollte auf gar keinen Fall klassische weiße oder cremefarbene Brautschuhe. Das wäre mir zu langweilig gewesen und hätte auch gar nicht zu mir gepasst. Sehr lange habe ich mit Pumps im Zebrastreifenlook geliebäugelt, die ich mal auf Fotos einer indisch-lesbischen Hochzeit gesehen habe. Aber letztendlich hätte der Zebralook bei mir dann doch nicht zum Rest gepasst und ich habe mich dagegen entschieden. (Übrigens sehr zur Erleichterung meiner Mutter.)

Brauttasche

Meine Brauttasche und ein geliehenes Taschentuch mit den Initialien des Mädchennamens meiner Oma

Die Brauttasche mag ich, weil sie mit den Perlen und der Spitze so gut zum romantischen Shabby Chic-Stil passt. Mit einer mintfarbenen Brosche, dem lilafarbenen Band und dem kleinen Röschen habe ich sie auf die Schuhe und unsere restliche Deko abgestimmt.

Das Geliehene stammt traditionell von einer verheirateten Frau und lässt sich so deuten, dass diejenige, die es verleiht, mit der neuen Braut gerne etwas von ihrem Familienglück teilt.

Ohrstecker

Meine Ohrringe an der Hochzeit und die Initialien des Mädchennamens meiner Oma auf einem Taschentuch

Von meiner Oma mütterlicherseits habe ich mir ein besticktes Taschentuch ausgeliehen. Ich war sehr gerührt, als ich die Initialien darauf gelesen habe: es sind die Anfangsbuchstaben ihres Vornamens und ihres Mädchennamens, den sie vor über 50 Jahren bei ihrer Hochzeit abgelegt hat.

Von der lieben Gwendolyn, die ich vor kurzem zufällig in einer Facebook-Gruppe kennengelernt habe und die mir schon einiges für unsere Hochzeit geschenkt hat, bekomme ich nun auch noch Curlies für meine Brautfrisur ausgeliehen.  Ich bin ihr wirklich dankbar und freue mich, dass es so liebe Menschen gibt, die auch Fremden gerne eine Freude machen.

Curlies

Geliehene Curlies für meine Brautfrisur

Blau symbolisiert Treue und der Pfennig im Schuh soll dem jungen Paar einen Geldsegen bescheren. Da so ein Geldstück im Schuh aber wahnsinnig unbequem ist und man an dem großen Tag auch noch viel laufen und tanzen und dabei im Idealfall auch noch gut aussehen muss, hat sich diese Tradition in Deutschland (glücklicherweise) dahingehend entwickelt, dass die Schneiderinnen den Bräuten gerne eine Münze in den Saum ihres Brautkleides nähen. Böse Geister soll das auch noch verjagen. Auch wenn ich nicht abergläubisch bin, mag ich solche Traditionen und schaden kann es ja auch nicht. Bei meiner Schneiderin durfte ich mir aus einer Kiste ein Organza-Säckchen mit blauer Schleife aussuchen, in dem ein Glückspfennig verpackt war. Damit hatten wir dann „blau“ und „Pfennig“ auch abgehakt 😉 Leider habe ich vergessen, das Säckchen zu fotografieren und nun ist es ja innen im Saum verschwunden.

Schleier

Schleier und altes Strumpfband

Es ist eine große Schleife und ein Schleier, der sich mittels Druckknöpfen an einem Brauthöschen befestigen lässt. Das habe ich in einem Brautmagazin gesehen und dachte in diesem Moment: „Ein Schleier am Höschen? Das ist so witzig. Das muss ich unbedingt haben!“ Für den Kopf habe ich statt eines Schleiers übrigens eine Tiara.

Aus Gründen der Gleichberechtigung trägt auch mein Verlobter etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues. Seinen neuen Anzug hat er mit seinem Trauzeugen und meiner Trauzeugin ausgesucht. Die Schuhe sind alt, unter anderem deshalb, weil sie sehr gut passen, schon eingetanzt sind, zum Anzug gut aussehen und er als Veganer keine neuen Anzugschuhe aus Leder kaufen wollte. Seine  Manschettenknöpfe sind blau und geliehen hat er sich ein paar Socken von den Nachbarn meiner Eltern. Ob er sich nun wirklich ein Geldstück im Schuh antun will oder nicht, ist mir noch nicht ganz klar.

Bis zum nächsten Mal,

Eure schon ganz aufgeregte Michaela

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